Eisenbahnfreunde Eningen unter Achalm e.V.

Geschichte   |    Vereinsgeschichte

 

Vereinsgeschichte

2008
Ausgangspunkt war eine Weihnachts-Eisenbahn-Ausstellung 2007 im Heimatmuseum Eningen, die von kurzer Hand organisiert wurde und ohne Konzept trotzdem zu einer beachtlichen Resonanz bei der Bevölkerung führte. Das wiederum war Anlass, dass Bürgermeister Schweizer zusammen mit Ewald Schlotterbeck und Andreas Faigle die Gründung eines Eisenbahnvereins anregte. Schnell waren ca. 20 Interessierte für eine Gründungsversammlung gefunden und der Verein Eisenbahnfreunde Eningen unter Achalm wurde am 07.03.2008 im Gasthof Wolf ins Leben gerufen. Absicht des Bürgermeisters war es, einen Verein zur Erhaltung des Bahnhofs “Reutlingen Süd“ – im Volksmund nur „“Südbahnhof“ genannt - zu initiieren, der sich auf Eninger Gebiet und im Eigentum der Gemeinde Eningen unter Achalm befindet. Seit ca. 2 Jahren unbewohnt, drohte dem geschichtsträchtigen Gebäude der Zerfall.
In der ersten Mitgliederversammlung am 04.04.2008 standen dann vor allem die Satzung und die Wahl der Vereinsorgane auf dem Programm.
Es folgten erste Besichtigungen am Bahnhofsgelände, und auch erste Arbeits-Einsätze im Außenbereich u.a. Marketingsputzete fanden statt
Erste Aktivitäten waren der Besuch der Brauerei Berg und die Teilnahme am am Dorffest am 19.07.2008 in Eningen unter Achalm.
BM Schweizer machte sich stark für die Teilnahme an der Ausstellung zum 150-jährigen Eisenbahnjubiläum im Rahmen der Heimattage Baden-Württembergb in Reutlingen; der Südbahnhof sollte als Außenstelle mit einer eigenen Ausstellung in Erscheinung treten.
Ein Entwurf für einen Mietvertrag für den Verein wurde von der Gemeinde vorgelegt. Erste Beratungen vereinsintern kristallisierten aus dem ursprünglichen Mietvertrag schließlich aus den unterschiedlichen Grundlagen einen Pachtvertrag heraus.


2009  - bis zur Ausstellung im September
Der relativ zügigen Vereinsgründung und den ersten Besichtigungen und Arbeitseinsätzen rund um den Bahnhof folgte eine Zeit der Verhandlungen, Vereinsregister als Grundlage für einen Vertrag mit der Gemeinde, erste Konzepte für den Bahnhof, Diskussionen um die Planung des Scheibengipfel-Tunnels, ein Stand beim Gemeindefest, nur keine greifbaren Fortschritte. Bei der Mitglieder-Versammlung am 13.3.2009 kam es zu einer Neustrukturierung des Vereins. Die Aufgaben sollten auf mehrere Schultern verteilt werden, statt der bisherigen zwei jetzt drei Vorstände und den Ausschuss von vorerst zwei auf drei Mitglieder vergrößert mit der Maßgabe, den Ausschuss bis auf 12 Mitglieder erweitern zu können.

Sehr früh schon waren Kontakte aufgenommen worden um zu den Heimattagen Baden Württemberg in Reutlingen in Verbindung mit dem Strecken-Jubiläum 150 Jahre Eisenbahn in Reutlingen eine Teil-Ausstellung im Südbahnhof zu veranstalten. Leider haben sich dann der Termin für die Drucklegung zu den Heimattagen und der Abschluß eines Pachtvertrages mit der Gemeinde Eningen unter Achalm so überschnitten, dass sich eine Berücksichtigung des Südbahnhofs ins Ausstellungs-Konzept der Stadt Reutlingen nicht mehr realisieren ließ, lediglich ein Hinweis auf die Ausstellung im Südbahnhof konnte untergebracht werden. Also keine Unterstützung aus Reutlingen.

Der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Eningen unter Achalm und dem Verein der Eisenbahnfreunde wurde am 3. April 2009 geschlossen. Dies war der letztmögliche Termin für den Beginn der Arbeiten am Bahnhof, wollte man die Ausstellung im September noch auf die Beine stellen.

Bildergalerie Bildergalerie “Rund um den Bahnhof”

Am 19. April 2009 zeigten wir bei einem Tag des offenen Bahnhofs, wie wir den Bahnhof übernommen haben.
5 Monate später fand die erste Ausstellung im teilrenovierten Südbahnhof statt – dazwischen wurde der ursprüngliche Plan, die Ausstellung im Güterschuppen durchzuführen verworfen, weil dem Schuppen der Abriss drohte, was dann auch Wirklichkeit wurde. Dafür haben wir uns das Hauptgebäude vorgenommen, um es für die Ausstellung auf Vordermann zu bringen:
Alles was zu Wohnzwecken ein- und umgebaut worden war, musste rückgebaut werden, - mehrere Lagen alte Tapeten mussten mühsam abgekratzt werden, Wände und Decken gesäubert und Fußbodenbeläge entfernt werden.
Die Wasser und Sanitär-Installation wurde erneuert, die vorhandenen Parkettböden in zwei Räumen im OG wurden gesäubert, abgeschliffen und versiegelt, Diese Räume und die Halle im EG wurden durch Herrn Langeneck, Malermeister tapeziert und gestrichen, die Halle noch in der Woche der Ausstellung von der Firma Heinrich Schmid, Abteilung Flügler durch Herrn Neu fertiggestellt. Sämtliche Fenster im Gebäude und die Fußböden wurden von unserem “Faktotum“ Zissis gesäubert und gereinigt.

Parallel dazu wurde die Ausstellung gestaltet – klar, dass dabei nicht alles perfekt sein konnte, aber die Besucher akzeptierten das und waren vom Bahnhof und der Ausstellung angetan.
Die Ausstellung dauerte vom 18.Sept. bis 20.Sept. drei Tage voller Einsatz von allen Mitgliedern und es gab die ersten Übernachtungen im Bahnhof – schließlich hatten wir wertvolle Exponate im Haus und der Bahnhof war alles andere als einbruchsicher!

Danach war für zwei Wochen Ruhe angesagt, der volle Einsatz vor der Ausstellung hatte mächtig an den Reserven gezehrt.


2009 -  Jahresende

Der nächste wichtige Termin war der 1. Dez.  Der Verein hatte sich gegenüber dem Regierungspräsidium Tübingen verpflichtet, die Rampe und den anschließenden Güterschuppen bis zu diesem Termin abzubauen, so war es angedacht. Dass es schließlich ein Abbruch wurde, war der doch nicht so guten Substanz zuzuschreiben und der Tatsache, dass für einen Wiederaufbau des Schuppens enorme Mittel nötig gewesen wären: von einer neuen Statik angefangen, Auflagen durch die neuen Erdbebengebiete und Schneelasten, bis hin zu Materialverstärkungen und Ersatz von maroden Gebäudeteilen, bis hin zum wesentlich aufwändigeren kontrollierten Abbau.
Auch so waren wir 4 Wochenenden damit beschäftigt, die Rampen- und Schuppenreste kontrolliert und getrennt in die freundlicherweise vom Bauhof der Gemeinde zur Verfügung gestellten Kippmulden zu entsorgen, aber wir haben auch diesen Termin gehalten, wenn auch ein paar Säuberungs-Aktivitäten witterungsbedingt erst zwei Tage nach dem Termin erfüllt werden konnten.
Auch wieder parallel dazu konnte ein wichtiger Abschnitt erfolgreich zu Ende gebracht werden. Dank großzügiger Spenden einer Gönnerin und eines Mitglied konnten wir einen fast neuen Heizeinsatz für unseren Kachelofen erwerben und in Eigenleistung einbauen. Wir hatten bereits im September begonnen unsere Stammtischabende in unseren Bahnhof zu verlegen. Gerade unser Weihnachts-Stammtisch wurde von unserem neuen Ofen begünstigt – Wenn auch das Gebäude total ausgekühlt war - die Ofenwärme musste noch durch einen elektrischen Heizlüfter unterstützt werden, konnten wir doch in gemütlicher Runde Weihnachten feiern und damit ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr beschließen.

 

zurück